SANKT PETERSBURG: Trotz der politischen Spannungen nach dem Kaukasus-Krieg wollen Deutschland und Russland ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen.
Die Differenzen im Hinblick auf die Lage in Georgien seien bekannt und bestünden fort, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim zehnten deutsch-russischen Regierungsgipfel in Sankt Petersburg. In einem Gespräch mit Russlands Präsident Dimitri Medwedew lehnte Merkel die von Moskau anerkannte Unabhängigkeit der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien erneut ab. Dennoch bezeichnete sie es als sinnvoll, die Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet zu intensivieren. Russland sei ein sehr interessanter Markt für Deutschland, betonte die Kanzlerin. Merkel und Medwedew zeigten sich zudem darin einig, dass es angesichts der globalen Bankenkrise strengere Regeln für die Finanzmärkte geben soll.
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