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Neuer Anlauf zur Wiedervereinigung Zyperns ... Lakes in Kalifornien tauchten ein auf Fossett ausgestellter Pilotenschein und ein Ausweis der Bundesluftfahrtbehörde (FAA) auf. Wanderer entdeckten außerdem einen Fleece-Pullover und 1000 Dollar in bar. Am Donnerstag (02.10.2008) wurde noch geprüft, ob die gefundenen Dokumente echt sind und die Gegenstände wirklich Fossett gehörten.
Gleichzeitig wurde die Suche nach dem Abenteurer wieder aufgenommen.
Suchtrupps entdeckten am Mittwochabend (Ortszeit) in der kalifornischen Wildnis möglicherweise das Flugzeugwrack des seit über einem Jahr vermissten Fossett. Kurz vor Sonnenuntergang hätten sie beim Überfliegen einer Bergkette an der Ostseite der Sierra Nevada etwas erspäht, das "wie das Wrack eines Flugzeugs aussah", zitierte die "Los Angeles Times" die Behörden.
Bei Sonnenaufgang an diesem Donnerstag wollen Dutzende Helfer zu Fuß die rund 3000 Meter hohen Berge absuchen. Die Sprecherin von Mammoth Lakes beschrieb die Region als "sehr steil, gefährlich und unzugänglich". Für den Abend wird der erste Schneefall der Saison erwartet.
Auf Antrag der Ehefrau für tot erklärt
Die Hoffnung, Fossett lebend zu finden, hatten Angehörige und Freunde in den Wochen nach seinem Verschwinden irgendwann aufgegeben. Im Februar war er auf Antrag seiner Ehefrau Peggy von einem Gericht für tot erklärt worden.
Die Witwe reagierte auf die überraschenden Nachrichten, indem sie ihrer Hoffnung Ausdruck verlieh, dass bei der Suche "die Absturzstelle und die Überreste meines Mannes gefunden werden". Sie sei den Helfern sehr dankbar, sagte Peggy Fossett.
Ein unsterblicher Held
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: In diesem Flugzeug stellte Fossett 2006 den Non-Stop-Flug-Weltrekord auf Der 63-jährige Fossett war am 3. September 2007 von einer Ranch im US-Staat Nevada mit einer einmotorigen Maschine gestartet, um eine Piste für einen Rekordversuch mit einem raketengetriebenen Fahrzeug ausfindig zu machen.
Als er nicht wieder zurückkehrte, lag die Vermutung nahe, dass er abgestürzt sei. Viele wollten aber zunächst nicht ausschließen, dass der durch zahlreiche Extrem-Erfahrungen gestählte Abenteurer selbst einen Flugzeugabsturz überlebt haben könnte.
Mit entsprechend großem Aufwand wurde nach Fossett gesucht. Die Trupps durchquerten und überflogen rund 52.000 Quadratkilometer - das ist mehr als die Hälfte der Fläche von Niedersachsen. Dabei suchten sie auch die kalifornischen Gipfel an der Grenze zu Nevada ab. Nach Einstellung der offiziellen Suchaktion gaben Fossetts Familie und Freunde mehr als eine Million Dollar für weitere Nachforschungen aus.
Rekorde waren sein Leben
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Ständig auf der Suche nach Routen und Rekorden Steve Fossett stellte im Lauf seines Lebens mehr als hundert Weltrekorde zu Wasser, zu Lande und in der Luft auf. Mit einem dramatischen Flug rund um den Globus brach er im Februar 2006 den Strecken-Weltrekord für Non-Stop-Flüge. Er kreiste mit dem Leichtflugzeug "GlobalFlyer" einmal rund um die Erde und zweimal über den Atlantik. Für die 41.467 Kilometer brauchte er knapp 77 Stunden.
Der Multimillionär durchschwamm zudem den Ärmelkanal, nahm am 24-Stunden-Autorennen von Le Mans und am legendären Hundeschlittenrennen von Iditarod in Alaska teil. Außerdem kletterte er auf das Matterhorn und den Kilimandscharo.
Höher, schneller, weiter
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Fossett beim Feierabendbier nach der erfolgreichen Landung 2002 Für Fossett selbst war jedoch sein Ballon-Rekord von 2002 die größte Leistung. Damals schaffte er im sechsten Anlauf die erste Solo-Non-Stop-Umrundung der Erde in einem Ballon. Auf seiner Jagd nach Spitzenleistungen hatte er als nächstes einen neuen Geschwindigkeitsrekord angepeilt und wollte den 1997 aufgestellten Geschwindigkeitsweltrekord für Landfahrzeuge brechen. Fossett wollte als erster Mensch schneller als 800 Meilen pro Stunde (1287 km/h) fahren.
Von sich selbst behauptete der Abenteurer immer wieder, dass er das Risiko eigentlich nicht liebe und möglichst zu vermeiden suche. (gri)
(Deutsche Welle)
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