Am Ende war der innerparteiliche Druck wohl doch zu groß.
Am Mittwoch (01.10.2008) hat der Günther Beckstein vor der CSU-Landtagsfraktion seinen Rücktritt als bayerischer Ministerpräsident erklärt. Der "Rückhalt" in der Partei sei "nicht groß genug", erklärte Beckstein nach der Fraktionssitzung in München. Er werde deshalb nicht mehr als Ministerpräsident antreten. Der Rückzug kam nur einen Tag, nachdem Erwin Huber sein Amt als Parteichef niedergelegt hatte. Die CSU war bei der Landtagswahl am Sonntag von 60 auf 43,4 Prozent abgerutscht und hatte damit nach mehr als 40 Jahren die Alleinherrschaft in Bayern verloren.
Nachfolger gesucht
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Petraeus wird Chef des US-Zentralkommandos ... nicht fest. Im Gespräch ist Bundesverbraucherminister Horst Seehofer, der auch auf Erwin Huber als Vorsitzenden der CSU nachfolgen soll. In Frage komme aber auch ein Kandidat aus dem bayerischen Landtag, hieß es in München. Der scheidende CSU-Vorsitzende Erwin Huber soll sich dafür ausgesprochen haben, rasch einen Nachfolger für Beckstein zu finden. In der Fraktion sei er damit aber auf Unverständnis gestoßen, hieß es.
Offenbar hatte die Kritik an Beckstein in der CSU nach dem Rücktritt von Parteichef Huber massiv zugenommen. Agenturberichten zufolge forderten sowohl die mächtige Oberbayern-CSU als auch die niederbayerische CSU den Rücktritt des Ministerpräsidenten. Zur Fraktionssitzung am Mittwoch war auch Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber gekommen, obwohl er gar nicht im neuen Landtag sitzt. Auch in der Berliner CSU-Landesgruppe sollen viele Abgeordnete gefordert habe, dass Seehofer neuer Ministerpräsident wird. In der bayerischen CSU-Fraktion hat dieser aber wenig Rückhalt. Nur die fränkischen Abgeordneten wollten noch überwiegend an Beckstein festhalten.
Goppel an Amt interessiert
Im Bayrischen Rundfunk hat sich Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel als Nachfolger Becksteins ins Gespräch gebracht. "Eine Reihe von Leuten hat mich gebeten, mit zu kandidieren, und das habe ich ausdrücklich angekündigt für den Fall, dass er (Beckstein) nicht zur Verfügung steht", sagte Goppel, der Mitglied der Oberbayern-CSU ist. (det)
(Deutsche Welle)
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