Verteidigungsministerium rechnet mit Aufstockung tschechischer Soldaten in Auslandsmissionen
Das tschechische Verteidigungsministerium will sein Militärkontingent in Afghanistan um über 200 Personen aufstocken.
Den entsprechenden Vorschlag wird Ministerin Vlasta Parkanová heute dem Kabinett unterbreiten. Informationen des Verteidigungsministeriums zufolge wird sich die Zahl der Tschechen in den Auslandsmissionen von DTIHK: Aufwertung der Krone trifft deutsche Unternehmen hart ...
Elfenbeinkste senkt Dieselpreise und Ministergehlter ... derzeit insgesamt 900 auf etwa 1200 Soldaten im kommenden Jahr erhöhen. Die Kosten für die Auslandseinsätze der tschechischen Armee sollen sich im kommenden Jahr auf rund 2,4 Milliarden Kronen (100 Millionen Euro) belaufen.
Tschechien könnte Georgien-Hilfe aufstocken
Die Tschechische Republik könnte mehr als die von der Regierung bereits beschlossenen 150 Millionen Kronen (6 Millionen Euro) für die Georgien-Hilfe frei stellen. Das deutete gestern Vizeaußenminister Tomáš Pojar in einem Statement für die Nachrichtenagentur ČTK an. Die konkrete Summe werde Tschechien erst auf der internationalen Geber-Konferenz für Georgien bekannt geben, sagte Pojar. Die Geber-Konferenz findet im Oktober in Brüssel statt und Prag gehört zu ihren Initiatoren.
Mit der Situation in Georgien sowie in den an die EU angrenzenden Ländern haben sich gestern die Teilnehmer eines Seminars befasst, das im Gebäude des Außenministeriums in Prag stattfand.
Kulturminister will Tourismus in den Zuständigkeitsbereich seines Ressorts überführen
Kulturminister Václav Jehlička wird Mitte Oktober das lange erwartete Konzept für die Kulturpolitik im Zeitraum 2009 bis 2014 der Regierung vorlegen. Es rechnet unter anderem damit, den Tourismus in die Kompetenz des Kulturministeriums zu überführen. Bisher betreut das Ministerium für regionale Entwicklung den Bereich Tourismus. Das Kulturministerium begründet sein Vorhaben mit dem Hinweis darauf, dass die Mehrzahl der ausländischen Touristen vor allem wegen zahlreicher Bau- und Kulturdenkmäler nach Tschechien kommt. Derzeit wird aber auch darüber spekuliert, ob einige Bereich des Tourismus nicht auch vom Landwirtschaftsministerium verwaltet werden könnten.
ÖPNV-Anbieter in Hranice na Přerovsku im Konkurs: Nahverkehr liegen geblieben
Im mährischen Hranice na Přerovsku ist der öffentliche Nahverkehr heute Morgen vollständig zum Erliegen gekommen. Rund 1500 Menschen sind in der Stadt mit 20.000 Einwohnern deswegen nicht an ihre Arbeitsplätze gelangt. Laut dem Bürgermeister hat der private ÖPNV-Anbieter in Hranice, die Firma Optimalizace, ohne Vorankündigung seine Tätigkeit eingestellt. Optimalizace begründete heute die Einstellung des Fuhrbetriebs mit dem „katastrophalen Zustand“ ihres Wagenparks. Ab morgen sollen Autobusse des Bahn-Kraftverkehr-Unternehmens ČSAD in Hranice na Přerovsku eingesetzt werden.
Prager Oberbürgermeister Pavel Bém spricht über ernste Krise der Regierung
Dem Vizevorsitzenden der Bürgerdemokraten (ODS) und Prager Oberbürgermeister, Pavel Bém, zufolge, erlebt die Regierungskoalition derzeit ihre erste ernsthafte Krise. Das sagte Bém heute auf dem traditionellen „Žofín-Forum“, das diesmal der Investitionsentwicklung der Hauptstadt und des Landkreises Mittelböhmen gewidmet war. Es wären Fragen aufgeworfen worden, ob und wie lange das Kabinett noch durchhalten könnte, sagte Bém. Seine Worte begründete er mit dem Hinweis, er halte es für korrekt und fair, die Prager sowie die mittelböhmische Regionalpolitik und Wirtschaft in einen breiteren Kontext zu stellen, der auf beides Einfluss habe.
Tschechien wertet neues EU-Konzept zur gemeinsamen Landwirtschaftspolitik als problematisch
Der aktuelle Entwurf zur Änderung der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik der EU, vor allem der Vorschlag über die Kürzung der Direktzahlungen für die Landwirte, wird von Tschechien als höchst problematisch wahrgenommen. Das geht aus der heutigen Erklärung des tschechischen Landwirtschaftsministers Petr Gandalovič nach seinem Treffen mit EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer-Boel in Brüssel hervor. Auch die Slowakei hat eine ähnliche Position dazu bezogen.
Sozialdemokraten werden Haushaltsentwurf für kommendes Jahr nicht unterstützen
Die Sozialdemokraten (ČSSD) werden den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr in der ersten Lesung nicht unterstützen. Diese Entscheidung begründete heute der ČSSD-Finanzexperte Bohuslav Sobotka mit dem Argument, der Haushaltsplan basiere auf einem geschätzten Wirtschaftswachstum von 4,8 Prozent. Laut Sobotka sei dieser Wert aber nicht realistisch. Ihm zufolge wird die jetzige Weltfinanzkrise das Wachstumstempo der tschechische Wirtschat negativ beeinflussen und dadurch auch einen Rückgang der Staatseinnahmen zur Folge haben. Sobotka verlangt von der Regierung, unter anderem einen verbindlichen Termin für die Einführung des Euro in Tschechien spätestens bis zum 1. Januar 2013 festzulegen.
Hospodářské noviny: Christdemokraten wollen staatlichen Boden auch Ausländern verkaufen
Die tschechischen Christdemokraten (KDU-ČSL) wollen, dass auch Ausländern ermöglicht wird, staatlichen Grund und Boden in Tschechien zu kaufen. Zudem glauben sie, dass Landwirte beim Kauf nicht bevorzugt werden sollten. Darüber berichtete die Tageszeitung „Hospodářské noviny“ in ihrer gestrigen Ausgabe. Das Landwirtschaftsministerium will dagegen im Gesetzesentwurf über den Verkauf des staatlichen Bodens, an dem es fast zwei Jahre lang arbeitet, die Bevorzugung der Landwirte beibehalten, um Spekulationen zu verhindern. Zudem will das Ministerium die Regelung beibehalten, die den Verkauf staatlichen Bodens an Ausländer noch bis zum Jahr 2011 verbietet.
Gewerkschaften: Staat und Banken sollen den Glasproduzenten der BCT-Gruppe helfen
Die Produktion in den Glaswerken Sklo Bohemia in Světlá nad Sázavou und Sklárny Bohemia in Poděbrady wird eingestellt. Das gab gestern der Exekutivdirektor der Firmengruppe Bohemia Crystalex Trading (BCT), Vlastimil Bažant, auf einer Pressekonferenz in Prag bekannt. 1800 Menschen droht der Verlust des Arbeitsplatzes. Die BCT sieht sich gezwungen, wegen mangelnden Produktionskapitals zwei ihrer vier Glasfabriken zu schließen. Die Produktion im Glaswerk Kavalier in Sázava sowie die Fabrik in Nový Bor sollen erhalten bleiben. Bažant zufolge wird vorläufig keinem der Arbeitnehmer gekündigt, gleichzeitig aber konnte er keine Antwort darauf geben, ob die 1800 Arbeitnehmer im September ihren Lohn bekommen.
Die Vertreter der Glasmachergewerkschaften fordern den Staat und die Banken auf, ihre Haltung bei der Finanzierung der Firmengruppe Bohemia Crystalex Trading (BCT) zu ändern. Die Banken sollen nach Meinung der Gewerkschaften die notwendige Finanzierung des Betriebs der Firmengruppe ermöglichen. Das Finanzministerium soll sich ihrer Meinung nach als Verwalter der Eiegentümerrechte des Staates in der Gruppe sofort an der Lösung der Situation beteiligen. Dies gaben die Gewerkschaften heute in einem Pressebericht bekannt.
Březina beantragt EU-Gütesiegel für den Kuchen Valašský frgál
Tschechien bemüht sich, ein weiteres europäisches Gütesiegel für regionale Herkunft von der EU zu bekommen. Diesmal betrifft es den Kuchen „Valašský frgál“ aus der mährischen Walachei. Darüber informierte heute der Europaabgeordnete Jan Březina. Zusammen mit den Produzenten hat Březina den den Antrag auf Markenschutz für den Valašský frgál vorbereitet. Březina zufolge hat diese Süßspeise alle Voraussetzungen dafür, das EU-Schutzsiegel zu erhalten. Bisher ist die regionale Herkunft von insgesamt 16 tschechischen Produkten europaweit geschützt. Der Valašský frgál wird in der Mährischen Walachei / Valašsko seit einigen Jahrhunderten nach gleich bleibendem Rezept gebacken.
Das Wetter
Heute ist es in Tschechien bewölkt oder bedeckt mit Schauern und Regenfällen. Es weht ein frischer Wind. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 17 Grad Celsius.
(radio Prag)
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